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     LiteratureFairy Tales Die Gebrüder Grimm: Die Bremer Stadtmusikanten

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Literature: The Bremen Town Musicians

  Seite 09: Die Bremer Stadtmusikanten



deutscher Text English Text
 

Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach: »Ach, in dem Haus sitzt eine greuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt; und vor der Türe steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen; und auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungeheuer, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen; und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief: 'Bringt mir den Schelm her.' Da machte ich, dass ich fortkam.« Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiel's aber so wohl darin, dass sie nicht wieder heraus wollten. Und der das zuletzt erzählt hat, dem ist der Mund noch warm.

  Then the robber ran back as fast as he could to his captain, and said, ah, there is a horrible witch sitting in the house, who spat on me and scratched my face with her long claws. And by the door stands a man with a knife, who stabbed me in the leg. And in the yard there lies a black monster, who beat me with a wooden club. And above, upon the roof, sits the judge, who called out, bring the rogue here to me. So I got away as well as I could. After this the robbers never again dared enter the house. But it suited the four musicians of bremen so well that they did not care to leave it any more. And the mouth of him who last told this story is still warm.

Vokabular  
  anhauchen = to breathe upon
  zerkratzen = to scratch
  das Ungeheuer = monstrum
  die Holzkeule = wooden club
  der Schelm = rogue

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